„Ich pflege einfach gerne“ – Interview mit Melissa

Seit sieben Jahren ist Melissa nun bereits bei VigeoCare. Damit ist sie einer der Mitarbeiter, die den Pflegedienst von der Pike auf begleitet hat. Dabei war die examinierte Altenpflegerin sich anfangs gar nicht sicher, ob ihr die Intensivpflege liegt. Heute ist die 32-Jährige froh über ihren Schritt. 

Sie sind examinierte Altenpflegerin, wie kamen Sie damals zum ambulanten Intensivpflegedienst VigeoCare?

Melissa: Eine Arbeitskollegen, mit der ich zu der Zeit in einem Altenheim gearbeitet habe, erzählte mir von VigeoCare. Da ich damals nicht glücklich war mit der stationären Pflege, habe ich es einfach versucht. Anfangs war ich skeptisch, da ich die Intensivpflege nur aus der Theorie kannte und nie praktisch angewandt hatte. Der Umgang mit der Trachealkanüle, diese zu säubern und zu wechseln hat mich anfangs Überwindung gekostet. Auch, dass die damalige Familie sehr streng war, war schwierig für mich. Die ersten Tage hatte ich sogar überlegt, alles wieder hinzuschmeißen.

Warum sind Sie am Ball geblieben?

Melissa: Ich hatte eine ganz tolle Teamleiterin, die mit mir noch ein paar Tage länger beim Patienten geblieben ist, um mir Sicherheit zu geben. Auch als ich die ersten Male alleine gearbeitet habe, war sie für mich immer telefonisch erreichbar. Sie wusste, dass ich das alles kann, aber sie hat mich dennoch unterstützt.

Was gefällt Ihnen an der ambulanten Pflege?

Melissa:  Man hat bei der 1-zu-1-Pflege natürlich viel mehr Zeit für den Klienten. Aber ich finde es auch toll, dass man mehr Verantwortung hat und sich immer wieder auf neue Klienten einstellen muss.

Wollten Sie schon immer im Bereich Pflege arbeiten?

Melissa: In der Schule habe ich ein Praktikum im Altenheim gemacht, da war für mich schon klar, dass ich das später mal machen möchte. Nach meinem Praktikum machte ich dort noch ein Jahrespraktikum nach der Schule und meine Ausbildung. Danach war ich dann in verschiedenen Altenheimen, fühlte mich aber nirgends wirklich wohl, bis ich dann zu VigeoCare kam. Ich pflege einfach gerne, mir gefällt es, auf die verschiedenen Bedürfnisse des Klienten einzugehen. Das war schon immer so.

 

Was gefällt Ihnen besonders an VigeoCare?

Melissa:  Hier ist es familiärer und nicht so förmlich. Außerdem finde ich es gut, dass man sich auch mal streiten kann, ohne dass jemand nachtragend ist. Was mir besonders gefällt, ist, dass man hier schaut, dass Klient und Pflegekraft zusammenpassen und miteinander harmonieren. Auch das man versucht auf Mitarbeiterwünsche einzugehen und mit den Vorgesetzten über alles reden kann, finde ich sehr gut.

Haben Sie Anregungen für VigeoCare?

Melissa: Ich persönlich fände eine kleine Belohnung einmal jährlich gut, wenn das Team tolle Arbeit geleistet hat. Wir werden zwar viel gelobt, aber das wäre noch einmal etwas Tolles.

 

Was war Ihr schönstes Erlebnis in der Pflege?

Melissa: Da muss ich nicht lange überlegen: Mein erster Klient bei VigeoCare lag im Wachkoma. Er war Anfang 20 und bekam noch viel um sich herum mit, auch seine Augen reagierten noch. Einmal habe ich ihm eine Rassel in die Hand gegeben und ihm eine Bewegung vorgemacht, damit sie Musik erzeugt. Er hat es mir dann nachgemacht. Das war ein Gänsehautmoment – für mich, aber auch für seine Eltern. Auf diesen Augenblick hatten wir lange hingearbeitet und viel dafür geübt.