Leitfaden – Tipps für den Umgang mit Angehörigen

Familien wollen für ihre intensivpflichtigen Angehörigen nur das beste. Da kann es schon einmal vorkommen, dass Ihnen gegenüber harsche Forderungen fallen. Mit diesem Leitfaden können Sie langsam auf ein harmonisches Miteinander hinarbeiten.

1. Angehörige: geplagt vom schlechten Gewissen

Viele Angehörige haben ein schlechtes Gewissen, weil sie ihre geliebten Familienmitglieder in die Hände eines Fremden geben, anstatt sie selbst zu pflegen. Manche haben ihre Angehörigen bereits jahrelang gepflegt, können dieses aus welchen Gründen auch immer, aber nicht mehr tun. Trotzdem wollen sie nur das beste für sie. Haben Sie also Verständnis, wenn die Familie versucht, Sie in Ihren Aufgaben zu belehren. Womöglich müssen Sie selbst sich noch in die Strukturen des Pflegealltags des Klienten einfinden. Dann nehmen Sie die Forderungen nicht persönlich, sondern als Hilfestellung, damit der Klient sich so wohl wie möglich fühlt. Andererseits müssen Sie auch selbstbewusst auftreten, wenn die Angehörigen versuchen Ihnen falsche Belehrungen aufzubinden und diese mit Ihrem professionellen Wissen aufklären.

2. Binden Sie Angehörige mit in die Pflege ein

Nehmen Sie den Angehörigen ein wenig von ihrem schlechten Gewissen ab und binden Sie sie in Entscheidungen mit ein – vorausgesetzt der Klient stimmt dem zu. Geben Sie einen Einblick in die Situation und klären Sie die Familie über die Lage auf in dem Sie über die Grenzen und Möglichkeiten Ihrer Arbeit reden und nach Wünschen und Anregungen fragen. Zudem können Sie die Familie dazu anregen, Sie bei der Pflege ihrer Angehörigen zu unterstützen oder bei Konflikten bezüglich der Pflege zwischen den Parteien professionell zu vermitteln, sofern es in Ihrem Ermessen liegt.

Schneller Leitfaden im Überblick
Mit etwas Empathie und Einfühlungsvermögen ist ein harmonischer Umgang mit den Angehörigen sehr gut machbar. Versetzen Sie sich einfach in deren Lage und versuchen Sie die Familie so gut es geht aufzuklären und einzubinden.

3. Setzen Sie sich für Ihren Klienten ein

Manchmal sind Ihre Klienten machtlos gegenüber ihren Angehörigen. Oftmals wollen die Familien der momentanen Situation nicht ins Auge sehen und spielen sie runter. Machen Sie der Familie die Sachlage deutlich und klären Sie sie auf, was die Klienten sich wünschen, welche Ängste sie haben und was sie von ihnen erwarten. Am besten tun Sie dies in einem ruhigen und sachlichen Ton, aber deutlich genug, dass die Angehörigen die Situation wirklich verstehen. Bieten Sie Ihre Unterstützung an und versuchen Sie weiter, zwischen den Klienten und Familien zu vermitteln, falls nötig.