„Ich bereue es, nicht schon früher in die Pflege gegangen zu sein.“ - Elke, Springerin

Dass Elke mal in der Pflege landen würde hätte sie sich vor nicht allzu langer Zeit noch nicht vorstellen können. Doch manchmal nimmt das Leben ungeplante Wendungen. Früher war Elke bei der Deutschen Post als Postbotin tätig, doch für ihre drei Kinder gab sie diesen Job auf. Als sie sich dann jedoch von ihrem damaligen Mann trennte, brauchte sie wieder eine Beschäftigung. Zur Post wollte Elke nicht zurück, deswegen hat sie sich vom Arbeitsamt beraten lassen, die ihr zu einer Umschulung als Altenpflegerin rieten. Ihre Antwort darauf war erstmal „Nein, niemals!“. Doch sie lies sich zu einem Praktikum überreden und verliebte sich überraschenderweise in die Pflege.

Von der Altenpflege in die Intensivpflege

Nach ihrem Praktikum stand für Elke fest, dass sie eine Umbildung zur Altenpflegerin machen möchte. Deswegen entschloss sie sich mit 47 Jahren ein neues Kapitel in ihrem Leben anzufangen und fing eine Ausbildung in einem Altenheim an. Danach blieb Elke für 7 Jahre in der Altenpflege und wechselte einmal das Heim. Besser wurde es leider trotzdem nicht.


Gute Stimmung auf dem Grillfest

Am 28. Mai wurden die Türe geöffnet und zu einem Grillfest eingeladen. Jeder, der Interesse an der Wohngemeinschaft oder der Intensivpflege an sich hatte, war herzlich eingeladen. Um 14 Uhr ging es los und auch wenn das Wetter leider nicht perfekt war – die Stimmung war es schon!

Zahlreiche Gäste kamen, um sich die neue Wohngemeinschaft anzuschauen, etwas über die Intensivpflege zu erfahren und natürlich auch das ein oder andere kühle Bier oder Sekt zu trinken. Damit auch für das leibliche Wohl gesorgt war, wurde der Innenhof direkt dafür genutzt einen großen Grill aufzustellen, an dem es leckere Grill-Spezialitäten und Salate gab.

Wir waren sehr zufrieden mit dem Tag der offenen Tür und freuen uns jetzt auf eine erfolgreiche und schöne Zeit in der Wohngemeinschaft.

Sie genoss die Arbeit mit den Menschen, doch die Arbeitskonditionen waren nicht zum Aushalten. „Man kann den Bewohnern einfach nichts mehr geben.“ Elke war teilweise für 70 Bewohner die einzige Fachkraft und dadurch noch nicht einmal in der Lage der Hälfte der Menschen vernünftig „Hallo“ zu sagen. „Ich bin nur noch hoch und runter gelaufen.“ Durch diesen Stress ging Elke immer unzufriedener nach Hause und stand kurz vor dem Burn-Out. In ihrem Urlaub entschloss sie sich dann zu kündigen und nach einer Alternative zu suchen. Ihr jetziger Ehemann unterstütze sie sehr bei dieser Entscheidung und hatte großes Verständnis. Diese fand sie bei VigeoCare. Noch während des Urlaubs bewarb sie sich bei uns und hatte am selben Tag noch ihr Bewerbungsgespräch. Nach eineinhalb Stunden war für sie klar, dass sie den richtigen Arbeitgeber gefunden hatte.

„Bei VigeoCare wird man wertgeschätzt.“

Seit 2017 ist Elke nun bei uns und arbeitet als Springerin und Hygienebeauftragte. „Ich habe endlich Zeit für den Patienten. Aus diesem Grund habe ich die Ausbildung ja gemacht.“ Elke blüht in ihrem Job auf und genießt die Abwechslung, die den Beruf als Springerin auszeichnet. Man lernt immer wieder neue Klienten kennen und beschäftigt sich mit mehr als einem. Dadurch lernt man natürlich viel und kann diese Erfahrung auch bei anderen Klienten einsetzen. „Man kann sich die Zeit nehmen Lösungsansätze auszuprobieren, die man aus anderen Versorgungen kennt. VigeoCare ist immer offen für neue Ideen und man bekommt gutes Feedback. Alle aus der Führungsebene sind menschlich und man spürt, dass die Mitarbeiter ernst genommen werden.“ Nach ihrer Erfahrung im Pflegeheim wollte Elke erst nicht in einer der Wohngemeinschaften für Intensivpflege arbeiten, doch mittlerweile hatte sie ein paar Einsätze in den WGs und fühlt sich gerade in den kleinen dreier WGs wohl. „Man ist nie alleine und kann sich dadurch immer mit einer anderen Fachkraft beratschlagen.“ Doch auch wenn sie mittlerweile sowohl gerne in die WGs geht, sind die 1:1-Versorgungen immer noch ihr Favorit: Elke liebt die Arbeit mit den Angehörigen.

Die Arbeit mit Angehörigen - ein Balanceakt

Gerade als Springer lernt man ständig neue Angehörige und Klienten kennen. Man braucht viel Feingefühl, um sich immer wieder auf die neue Situation einzustellen. Elke gefällt genau diese Herausforderung und erinnert sich noch genau an ihren ersten Patienten. Erst war es eine schwere Situation, da die Ehefrau des Klienten sehr besorgt war. Doch Elke versetzte sich immer wieder in ihren Patienten und seine Ehefrau und verstand sich schlussendlich sehr gut mit beiden. Ein besonderer Klient ist auch ein 34-jähriger Klient, der seit 4 Jahren im Wachkoma liegt. „Man wird toll in die Familie integriert und auch wenn es fraglich ist, wie viel er mitbekommt, kann man viel mit ihm machen und er ist immer mittendrin.“ Das besondere ist, dass sie diesen Klienten bald mit ihrer Tochter versorgen wird, die auch Pflegefachkraft ist.

„Man hat viele Chancen zur Weiterentwicklung.“

Elke möchte bei VigeoCare bis zu ihrer Rente bleiben. Doch zukünftig kann sie sich gut vorstellen, ihren Teilbereich als Hygienebeauftragte weiter auszubauen. Bis jetzt schaut sie sich meistens die Versorgungen an, in denen sie gerade als Springer eingesetzt wird. Diese beiden Bereiche lassen sich sehr gut miteinander vereinbaren. Doch neben der Hygienekontrolle gibt Elke schon jetzt Kurse für ihre Mitarbeiter. Zukünftig kann sie sich vorstellen weiter in die Lehre zu gehen und sich Altersbedingt irgendwann aus der direkten Pflege zurückzuziehen. Auch Pflegekoordinator kann sie sich hierbei gut vorstellen. „Ich brauche immer neue Herausforderungen, denn für mich ist Stillstand gleich Rückschritt.“ Wichtig ist es ihr nur, dass sie auch in Zukunft Patienten-nah arbeitet und für ihre Patienten da sein kann.